Karate-Chronik



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Ein kurze Chronik zur Gründung der Karate-Abteilung

Am 16.3.2004 wurde das erste Training in Goju-Ryu-Karate im ESV-Ingolstadt abgehalten.
Die Stilrichtung ist traditionelles japanisches Goju-Ryu Karate des IGKR – Verbandes, dem Shihan Tokio Funasako (8. Dan) vorsteht. Goju-Ryu bedeutet übersetzt „Hart – Weiche – Schule“.
Diese Stilrichtung des Karate zeichnet sich vor allem durch die Betonung der kraftvollen Atmung (jap. Ibuki) in allen Übungen aus. Das Goju-Ryu Karate dient grundsätzlich nicht dem Wettkampf, sondern soll die Auseinandersetzung mit seinem Selbst unterstützen. Das letztendliche Ziel ist der Einklang von Körper und Geist.

Die Ziele des Trainings sind die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, der Beweglichkeit, der Ausdauer, der Schnelligkeit, der Koordination und auch der Kraft. Die Inhalte des Goju-Ryu Karate sind hierfür bestens geeignet, diese Ziele auch wirklich zu erreichen. Schon alleine die tiefe und kraftvolle Art der Ibuki-Atmung verhilft dem Körper zu mehr Lungenvolumen und somit zu besserer Versorgung des gesamten Körpers. Aufbauend auf diesem wichtigen Grundstein kann somit die innere Kraft (jap. Ki) des Trainierenden dauerhaft gestärkt werden. Alle anderen Übungen gehen mit diesen Gesichtspunkten Hand in Hand.
Zunächst wird mit dem Kihon („Die Basis mit Kraft füllen“) die eigentliche Grundschulung des Körpers durchgeführt. Das Kihon dient vor allen Dingen der Beweglichkeit, der Koordination und dem Aufbau der Kraft.
Die Übung der Kata (festgelegte Serie von Techniken) mit dem dazugehörigen Bunkai (Kata in realistischer Anwendung mit dem Trainingspartner) stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. Dieser Schwerpunkt des Trainings fördert die Konzentrationsfähigkeit und die Koordination wird verbessert. Durch gezielte Anspannung bestimmter Muskelpartien können mit der Übung der Kata Muskelverspannungen und -verhärtungen gelöst werden.
Die höchste Ausprägung ist letzten Endes das Kumite (freier Kampf). Die Besonderheit im Goju-Ryu Kumite liegt in den nahkampfbetonten Techniken, die einen sehr hohen Selbstverteidigungscharakter besitzen. Hierbei wird die Reaktionsschnelligkeit besonders gefördert. Auch die Ausdauer und die Konzentrationsfähigkeit werden durch das Kumite weiter gesteigert.

All diese Schwerpunkte werden durch angemessene meditative Übungen, wie das Zazen (Meditation im Sitzen) oder durch Yogaübungen bereichert und stärken somit das allgemeine Wohlbefinden des Trainierenden jeden Alters. Dieser sollte im Idealfall durch das Training im Dojo (Trainingsraum) einen ruhigen und ausgeglichenen Geist und Körper erreichen.



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